Jedes Jahr drängen sich im Dezember die Termine, Feierlichkeiten und ToDos wie Perlen auf einer langen Schnur aneinander. Alles muss in die letzten vier Wochen des Jahres gequetscht werden. Die Weihnachtsfeier in der Firma, der Adventsbasar im Kindergarten, das Glühweintrinken auf dem Christkindlmarkt, das vorweihnachtliche Beisammensein im Sportverein. Nicht zu vergessen, das Weihnachtskartenschreiben, die Besorgung der Weihnachtsgeschenke und das Plätzchenbacken. Viel zu viele ToDos für viel zu wenig Zeit. Und dieses Jahr ist es sogar noch weniger Zeit also sonst, weil der 4. Advent auf Heiligabend fällt und damit eine ganze Woche einfach so und ersatzlos weg fällt.

Dabei sollte die Adventszeit doch eigentlich eine besinnliche Zeit sein ohne Stress. Eine stade Zeit, in der wir zur Ruhe kommen sollten, um uns auf das bevorstehende Weihnachtsfest einzustimmen und das schon fast hinter uns liegende Jahr Revue passieren zu lassen.

Damit auch dafür noch ausreichend Zeit verbleibt sollen die folgenden Tipps als kleine Anregungen für die bevorstehenden Adventswochen dienen, um Stress raus zu nehmen und Ruhe, Vorfreude und Besinnlichkeit einkehren zu lassen.

1. Weniger ist oft mehr

Der Kalender quillt schon aus allen Nähten, weil sich ein Termin an den anderen reiht. Doch ist es wirklich notwendig, auch ALLE diese Termine  wahrzunehmen? Denn was hat man von den ganzen Festivitäten, wenn man sie nur in gehetzer und fast schon genervter Stimmung besucht und viel lieber zu Hause gemütlich auf der Couch liegen oder mit den Kindern Plätzchen backen würde. Daher mein Tipp: Bei jeder Weihnachtsveranstaltung kurz innehalten, in sich hineinspüren und sich dabei die Frage stellen, ob man auch tatsächlich Lust darauf hat, dort hinzugehen, weil es die Weihnachtsstimmung hebt oder ob es eher ein zusätzlicher Stressfaktor ist?

2. Einkaufen gegen den Strom

Weihnachtsgeschenke – ein weiterer Stressfaktor in der Adventszeit. Wer will was? Wo bekomme ich es her? Und vor allem wann? Das sind die meist gestelltesten Fragen. Mein Tipp ist, die Geschenke nicht auf den letzten Drücker zu kaufen. Statt dessen schon ein paar Wochen vorher, eine Liste zusammenschreiben, die dann Stück für Stück abgearbeitet wird. Für den Einkauf selber, kann man natürlich die Online-Shops seines Vertrauens besuchen, doch das kostet viel Kartonage und bringt wenig Weihnachtsstimmung. Stattdessen lieber angesammelte Überstunden abfeiern oder unter der Woche einen Tag Urlaub nehmen, um gemütlich in der Stadt zum Bummeln zu gehen. Damit lassen sich die stressigen Menschenmassen an den Adventswochenenden ganz wunderbar umgehen. Und zum Start in diesen Einkaufstag gönne Dir ein gemütliches Frühstück in Deinem Lieblingscafé und lass Dich dann von einem Geschäft ins nächste Geschäft treiben.

3. Gemeinsam Plätzchen backen

Eine gute Freundin und ich hatten in unserem „Leben vor den Kindern“ immer das Ritual, uns gemeinsam zum Plätzchen backen zu treffen. Gemeinsam haben wir geknetet, verziert, ausgestochen, nebenbei Weihnachtssongs gehört und irgendwann angefangen einen Weihnachtsmovie nach dem anderen anzuschauen. Plätzchenduft, Musik, Kerzenschein, gemeinsame Gespräche – all das hat uns auf Weihnachten eingestimmt und die Adventszeit immer zu etwas besonderem gemacht. Auch mit Kindern lässt sich ein solches Ritual weiterführen. Dafür bringt jede Familie zwei vorbereitete Teige mit, die dann zusammen mit den Kindern zu Plätzchen verarbeitet werden. Nachdem alles fertig gebacken ist, werden die Plätzchen unter allen fleißigen Helferlein aufgeteilt. So hat man einen schönen gemeinsamen Freundinnen-Kinder-Event und auf einen Rutsch auch noch viele verschiedene Sorten auf einmal gebacken.

4. Weihnachtsrituale pflegen

Rituale unterstützen dabei in der Adventszeit in Weihnachtsstimmung zu kommen. Das müssen auch keine aufwendigen Aktionen sein. Entscheidend ist, sich bewusst die Zeit dafür zu nehmen und sich am Tun zu erfreuen.

  • Gemeinsam die Wohnung mit Weihnachtsschmuck dekorieren
  • Den Advenskalender zusammen aufhängen
  • Einen Weihnachtsbaum selber schlagen
  • Weihnachtssterne mit den Kindern basteln und die Fenster dekorieren
  • An den Adventssonntagen gemeinsam Adventslieder singen
  • Für die vorweihnachtliche Stimme, abends beim Essen eine Kerze anzünden
  • Ein Weihnachtskonzert besuchen
  • Mit guten Freunden auf den Christkindlmarkt gehen

5. Zeit zum Nichtstun nehmen

Ganz bewusst im Kalender freie Zeiten einplanen. Das müssen keine Stunden sein. Eine Viertelstunde hier und da für eine Tasse Kaffee oder Tee ganz ohne Hektik reicht schon aus, um zwischendurch mal durchzuschnaufen und innerlich zur Ruhe zu kommen. Nebenbei noch den Lieblingsweihnachtssong hören und die Adventszeit genießen.

6. Düfte für das Wohlbefinden

Unser Hirn verbindet Gerüche mit Emotionen. Riechen wir einen bestimmten Duft, den wir mit einer Erinnerung verbinden, dann kommen sofort die Empfindungen hoch, die wir in der damaligen Situation auch hatten. Deswegen nichts wie hier, mit den Wohlgerüchen der Adventszeit, denn sie bringen uns garantiert in Weihnachtsstimmung. Meine persönlichen Favoriten sind:

  • Eukalyptus-Zweige
  • Orangen mit Nelken gespickt
  • Tannenzweigen
  • und Zimtstangen

Und was weckt bei Euch Weihnachtserinnerungen?