In meiner persönlichen und langjährigen Yoga-Praxis sind mir inzwischen schon gefühlte 1.001 verschiedene Begrifflichkeiten untergekommen. Keine Ahnung wie es Euch geht, doch die einen kann ich mir besser merken und die anderen schlechter, bis überhaupt nicht.

Und damit ich mich nicht jedes Mal darüber ärgern muss, wenn ich mal wieder über einen Begriff stopler und nicht weiß, habe ich für mich ein eigenes Nachschlagewerk angelegt  „Mein Yoga ABC“. Vielleicht nützt es Euch ja auch, oder Ihr habt sogar noch die ein und andere Ergänzung.

A wie

Abhinivesha: Angst vor Vergänglichkeit und Tod
Agni: das Verdauungsfeuer
Ahimsa: Gewaltlosigkeit
Anakhya: Höchste Stufe im Hatha-Yoga; Versenkung und Auflösung von allem
Antara-kumbhaka: Luftanhalten nach Einatmen
Aparigraha: Nicht-Besitzergreifen
Asana: Körperhaltungen und Übungen des Hatha-Yoga
Ashtanga Marga: der achtgliedrige Yogaweg Patañjalis
Asmita: “Ich-Bewusstsein”, das Ego
Astheya: Nicht-Stehlen
Atman: das Selbst, der göttliche Wesenskern des Individuums
Avidya: “Nicht-Wissen”, das falsche Wissen

B wie

Bandha: Verschluss, Muskelkontraktion zur Fixierung der Lebensenergie (Prana) im Körper
Bhastrika: Die sog. „Blasebalg-Atmung“ (Pranayama). Dabei wird Luft langsam durch die Nasenlöcher eingezogen und wieder ausgestoßen – wirkt stark energetisierend.
Bhagavad-Gita: wörtl.: “Erhabener Gesang”.
Bodha: Erleuchtung; Buddha
Brahmacarya: reiner Lebenswandel
Bhramari: bienenartige Atmung, Pranayama (Atemübung), wirkt sehr beruhigend
Buddhismus: eine der drei großen Weltreligionen

C wie

Chakra: im wörtlichen Sinn. “Rad”, Energiezentrum, Bewusstseinsebene
Chi: Lebensenergie

D wie

Deva: Gott
Dhyana: Meditation/Loslassen, Stufe 7 im Yoga-Sutra Patañjalis
Dvesha: Ablehnung, “Nicht-Habenwollen”

E wie

Ekagrata: wörtl. “Einpunktigkeit”, die Konzentration auf einen Punkt in der Mitte der Stirn.

G wie

Gunas: Die drei Grundbestandteile der Urnatur Gottes, nach denen alle Lebewesen an einen Körper gebunden sind (Tamas, Sattvas & Rajas) H

H wie

Hatha-Yoga: Yogaweg, der ausgehend vom Körper zur Verwirklichung des Selbst und Vereinigung mit Gott führt
Hinduismus: die traditionellen religiösen und gesellschaftlichen Strukturen Indiens

I wie

Ida: Mondenergiekanal –  sie beefindet sich im linken Teil des Körpers  und herrscht über die rechte Hirnhemisphere.
Isvarapranidhana: Hingabe an Gott, Gottvertrauen und die Akzeptanz der eigenen Grenzen

J wie

Jalandara-Bandha: Kehlkopfverschluss
Jivantmukta: der zu Lebzeiten Erlöste oder zur Vervollkommnung gelangte
Jñana-Yoga: Yoga der Erkenntnis, einer der vier großen Yogawege (Bhagavad-Gita)

K wie

Kapalabhati: wörtl. “Schädelleuchten”, Reinigungsübung als Vorbereitung für Pranayama; wirkt wärmend, weckt auf und fördert die Konzentration
Klesha: Trübung, Hindernis auf dem Erkenntnisweg
Kriya: Tätigkeit, Aktivität, Ritual
Kundalini: wörtl. “die Zusammengerollte”, das in uns schlummernde Potential unserer Bewusstseinsenergie

L wie

Langhana: Fasten; das reduzieren, was uns behindert/schwer macht

M wie
Mantra: Wort, Silbe, heiliger Klang, ma = denken, tra = überqueren
Mudra: wörtl.: “das, was Freude macht”, Körper- und Geisteshaltungen, um Lebensenergie zu verdichten und zu lenken
Mula-Bandha: Wurzelverschluss

N wie

Nadi: feinstoffliche Kanäle, die den ganzen Körper durchziehen, in denen die Lebensenergie fließt
Nadi Shodana: „Wechselatmung“, Sonne- Mond-Atmung, Atemübung zur Reinigung
Namasté: Das Göttliche in mir ehrt das Göttliche in Dir. Ich weiß, dass wir somit eins sind.“
Niyama: Gebote im Umgang mit sich selbst, innere Regeln

O wie

OM: die heilige Silbe des Yoga, in der alles, was die Schöpfung seit Anbeginn
umfasst, enthalten ist.

P wie

Patañjali: Verfasser des Yoga-Sutra, Begründer des klassischen Yoga
Prana: Lebensenergie, Lebenskraft, Atem, vitale Energie
Pranayama: Beherrschung und Lenkung der Lebenskraft, Atemtechniken des Hatha-Yoga
Pingala: Ist Träger der Sonnenenergie, steht für das männliche, analysierende, nach außen gehende Kraft, liegt rechts, beeinflusst links

R wie

Rajas: hängt mit der Lebensenergie zusammen
Raja-Vidy-Yoga: Der Yoga des königlichen Wissens

S wie

Samadhi: Zustand der Einheit, Exstase, Ziel des Yoga, höchste Stufe 8 im Yoga-Sutra Patañjalis
Samtosa: innere Ruhe, Zufriedenheit
Sanskrit: die heilige Sprache Indiens
Satya: Wahrhaftigkeit
Sauca: Reinheit
Shakti: die weibliche, aktive Kraft des Göttlichen, die Schöpfung(-skraft)
Shiva: 1) einer der höchsten Götter des Hinduismus. 2) Begründer des Hatha-Yoga und “Herr des Yoga”. 3) das reine Bewusstsein
Shivaismus: eine der 3 großen Richtungen der Gottesverehrung im Hinduismus
Soham: Klang im Hatha- und Kundalini-Yoga, angewendet im Interesse der Versenkungn. So’ham steht für „Ich bin er (z.B. der Atem)“
Sthirasukha: wörtl. “fest (stabil) und angenehm (mühelos)”. Art, wie → Asanas geübt werden sollen
Sutra: Leitfaden
Svadhyaya: das Studium der eigenen Person, Selbsterfahrung,
Swami: ein gelehrter Meister

T wie

Tapas: das klärende reinigende Feuer, auch inneres Feuer & Begeisterung

U wie

Ujjayi: Atmung mit Reibelaut in der Kehle

V wie

Vipassana: Achtsamkeits-Meditation

Y wie

Yoga: 1) eines der 6 großen philosophischen Systeme Indiens. 2) Methode, das Denken und die Gefühle zur Ruhe zur bringen 3) Weg der Selbstverwirklichung

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