Ich weiß nicht, wie es Euch geht, doch Sommerzeit ist für mich Erdbeerzeit. Der Geruch, die Farbe, der Geschmack – einfach alles an Erdbeeren ist herrlich. Und da meine Jungs alle drei Erdbeermarmelade über alles lieben, ist klar, dass im Juni auch Marmelade eingemacht wird. Mein Lieblings-Rezept ist simple, ohne viel Schnörkelei und rasch zubereitet. Am längsten dauert es die Beeren erst mal vom Feld zu pflücken, das Einkochen selber ist dann schnell passiert.

Also ging es heute morgen raus auf’s Feld zum Pflücken. Denn wenn schon, dann will ich mir auch aussuchen, welche Erdbeeren in meiner Marmelade landen. Außerdem sind die Erdbeeren beim selber ernten direkt aus der Region und müssen nicht aus irgendeiner Ecke Deutschlands bis in den Supermarkt um’s Eck gekarrt werden.

Das nächste Feld ist auch recht nah und mit dem Radel in 10 Minuten erreichbar. Bepackt mit drei Schüsseln geht es los. Und da der frühe Vogel bekanntlich den Wurm fängt lohnt es sich auch, zeitig da zu  sein. Zum einen, weil dann noch die Leckersten der roten Früchte am Strauch hängen. Zum anderen, weil die Sonne noch nicht ganz so intensiv runterscheint und damit die Temperaturen auf dem freien Feld erträglich sind.

Nach einer guten halben Stunde sind 5 kg zusammen gesammelt und es geht mit der leckeren Beute ab nach Hause.

Jetzt heißt es noch alle Beeren vom Strunk befreien, dann kann es auch schon losgehen mit der Einkocherei.

Und hier nun das Rezept

Du brauchst:

  • 1 kg Erdbeeren (oder mehr)
  • 500 g Gelierzucker (im Verhältnis 2:1)
  • Zitronensaft

Bei meinen 5 kg Erdbeeren habe ich die Zuckermenge entsprechend angepasst und 2,5 kg Zucker verwendet.

Die Zubereitung

#1: Stelle mehrere saubere, ausgekochte und unbeschädigte Gläser mit Deckel bereit. Ich sammle meist schon über das ganze Jahr leere Gläser und nutze die dann zum Einkochen.

#2: Das ist jetzt Geschmackssache: Wenn Du ein Freund von Stücken in der Marmelade bist, dann gib die gewaschenen Beeren mit dem Gelierzucker direkt in den Topf. Bist Du eher der Typ „Erdbeermus“, dann püriere die Beeren vorab in einem hohen Gefäß zusammen mit dem Gelierzucker. Für den Geschmack kannst Du noch ein paar Spritzer Zitronensaft hinzufügen.

#3: Bringe die Erdbeer-Zucker-Masse danach zum Kochen. An der Stelle immer Rühren, damit am Boden auch nichts anbrennt. Dann lasse die Masse für 3 bis 4 Minuten sprudelnd aufkochen. An der Oberfläche bildet sich meist Schaum, der mit einem Schaumlöffel entfernt werden sollte.

#4: Und jetzt das wichtigste, die „Gelierprobe“. Warum braucht es die? Weil damit überprüft wird, ob die Marmelade nach dem Erkalten auch die gewünschte Festigkeit bekommt. Das Ganze geht ganz einfach: Nimm Dir einen Teelöffel Marmelade und streiche ihn auf einen flachen Teller. Wenn sich auf der Marmelade eine Haut bildet und diese fest wird, dann ist die Marmelade bereit, um abgefüllt zu werden.

#5: Schöpfe die Marmelade aus dem Topf in die vorbereiteten Gläser und verschließe diese fest. Danach die Gläser auf den Kopf stellen und abkühlen lassen. Was die Gestaltung der Gläser angeht, sind der Phantasie natürlich keine Grenzen gesetzt. Ich halte es mit der Beschriftung eher puristisch, weil bei uns außer Erdbeermarmelade meist nichts anderes auf den Tisch kommt und die selbstgemachte Marmelade sowieso bis Weihnachten restlos aufgegessen ist ;).

Abwandlung

Wer Rhabarber mag, der kann auch 300 Gramm Erdbeeren mit 700 Gramm Rhabarber mischen und ebenfalls mit 500 Gramm Gelierzucker (Verhältnis 2:1) einkochen. Schmeckt auch super lecker!!

Dann nur noch frisches Brot oder Semmeln kaufen bzw. backen und genießen.


 

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2 thoughts on “Mein Rezept für Erdbeermarmelade – einfach und yummie”

  1. Mhm, das liest sich lecker und einfach.
    Muss ich bei Gelegenheit mal ausprobieren. 😄
    LG, Tina

    1. Hi Tina,

      ja mach‘ das. Der Geschmack auf einem frischen Stück Brot ist unbezahlbar ;).

      Einen schönen Wochenausklang, Dir
      Steffi

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