Kennt Ihr das, ihr schlagt die Zeitung auf oder öffnet einen Newsfeed und dann rauschen sie rein die Schlagzeilen des Tages: Gewalt, Grausamkeiten, Tod, politische Konflikte, kriegerische Auseinandersetzungen, die Liste lässt sich beliebig weiterführen

Und jedes Mal wieder frage ich mich, gibt es denn so gar nichts Positives auf der Welt? Und welchen Einfluss hat das eigentlich auf uns, auf mich?

Wenn ich mich der Nachrichtenflut ungefiltert aussetze merke ich, dass ich um einiges schlechter gelaunt bin. Dass die Katastrophenbilder mich über Tage hinweg in meinen Gedanken begleiten. Das ich dem Negativen viel zu viel Raum gebe.

Daher habe ich meinen Medienkonsum mittlerweile stark eingeschränkt und setze mich bewusst weniger Bildern aus. Stattdessen lese ich regelmäßig die Wochenzeitung. Darin ist die Artikelvielfalt so groß, dass nicht nur negative sondern auch positive Themen zu finden sind.

Denn davon gibt es viele. Sowohl in meinem Leben als auch in der Welt da draußen. Nur gefühlt steht immer das im Vordergrund was negativ ist, was nicht funktioniert, was anstrengend, kompliziert, traurig oder schwierig ist.

Dabei gibt es mindestens genauso viele Dinge und Situationen, die gut sind, die funktionieren, die uns wachsen lassen, die glücklich machen oder uns zum Lachen bringen. Wir müssen Sie nur in unseren Fokus rücken. Ganz bewusst.

Besonders deutlich ist mir das gestern geworden, als ich in der Mittagspause durch München spaziert bin. Ich habe mich durch Schwabing treiben lassen und bin an einer Skulptur vorbeigekommen, die erst seit Kurzem den Platz vor und hinter dem Siegestor ziert. Gestaltet hat sie die Künstlerin Mia Florentine Weiß und sie zeigt zwei Schriftzüge.

Je nachdem von welcher Seite der Betrachter sich die Skulptur anschaut ist entweder das Wort „Love“ oder das Wort „Hate“ zu lesen.

Beide bedingen sich. Wie Gut und Böse. Freude und Trauer. Erfolg und Niederlage. Krankheit und Gesundheit. Vergleichbar mit einer Medaille, die auch immer zwei Seiten hat. Und beide Seiten gehören zusammen, denn ohne die eine könnten wir die andere gar nicht in ihrer Gänze schätzen.

Die Frage ist nur, welche dieser beiden Seiten wir betrachten? Welcher wir mehr Aufmerksamkeit schenken? Diese Entscheidung treffen nur wir. Ganz alleine. Jeden Tag. In jeder einzelnen Situation. Du hast die Wahl.