Bodyscan

War heute mal wieder einer dieser Tage, an dem Dein Kind gefühlt nicht nur einen Energieschub hatte sondern gleich einen Dauerschub und Du gar nicht mehr weißt, was Du noch alles machen sollst, um etwas Ruhe reinzubringen?

Vielleicht war ein aufwühlendes Erlebnis in der Schule oder im Kindergarten der Auslöser. Vielleicht steht auch grade der nächste Entwicklungssprung an. Vielleicht war in der Pause einfach nicht genug Zeit zum Austoben oder vielleicht ist heute einfach einer dieser Tage an dem die Welt verrücktspielt und keiner weiß warum.

An solchen Tagen selber ruhig zu bleiben kann unendlich schwer fallen – ich weiß – doch Ruhe ist häufig das einzige was hilft.

Und um Dich selber und Dein Kind an so einem Tag wieder etwas runter zu holen, probiert doch mal einen gemeinsamen Bodyscan aus. Das schafft Nähe, fördert Euer beider Körperbewusstsein und eine kleine Ruhepause zwischendurch. Das einzige was es dafür braucht, ist etwas Zeit und einen gemütlichen Platz, wo Ihr Euch nebeneinander hinlegen könnt – Bett oder Sofa eigenen sich hervorragend.
Mit der folgenden Anleitung kannst Du den Bodyscan mit Deinem Kind durchführen. Bei den Formulierungen sind Deiner eigenen Kreativität natürlich keine Grenzen gesetzt.

Los geht’s mit dem Bodyscan

1. Lege Dich auf den Rücken, die Arme und Beine liegen ganz entspannt seitlich an Deinem Körper.

2. Schließe Deine Augen und nimm 2-3 tiefe Atemzüge.  Wie fühlt sich das an, wenn Dein Atem langsam in Deinen Körper hinein und auch wieder hinaus strömt?

3. Fange langsam an, Dich nun auch Deinen anderen Körperteilen zu widmen. Wie geht es Deinen Füßen? Sind sie kalt oder warm? Wackeln sie noch hin und her oder liegen sie ganz ruhig da? Versuche nun, Deine Füße zu entspannen und locker zu lassen. Atem dazu 1, 2 Mal tief ein und aus und fühle, wie es Deinen Füßen jetzt geht.

4. Danach wanderst Du mit Deiner Aufmerksamkeit langsam zu Deinen Unterschenkeln. Auch hier die Frage, wie fühlen sie sich an? Kalt oder warm? Schwer vom Sportunterricht heute oder ganz leicht? Nimm auch hier 1, 2 tiefe Atemzüge und lass‘ Deine Unterschenkel ganz locker in die Matratze sinken. Sprich mit Deinem Kind über seine Empfindungen, vielleicht fallen Deinem Kind ja ganz andere Beschreibungen für sein Bein ein, Du wirst überrascht sein, wie kreativ es ist und was es vielleicht noch so vom Tag erzählt.

5. Du gehst nun weiter nach oben und Deinem Knie und Deinem Oberschenkel. Wie fühlt sich die Oberschenkelvorderseite und –rückseite an? Wie das Knie? Ist es noch kribbelig und hibbelig wie kleine Ameisen, die durch die Gegend flitzen? Erzähle auch Du Deinem Kind, wie es sich Deine Knie und Oberschenkel anfühlen.

6. Nach den Oberschenkeln widmet Euch dem Bauch. Wenn Du möchtest kannst Du Deine Hand auf den Bauch legen und beobachten, wie sich Deine Bauchdecke hebt und senkt. Wie fühlt sich Dein Bauch an? Ist er aufgeblasen wie ein großer Luftballon? Oder flach? Oder ist er hungrig wie ein Bär? Oder fühlt sich alles ganz wohlig und warm an? Wenn Dein Kind abgelenkt ist oder anfängt von anderen Erlebnissen zu erzählen, hör ihm zu und bringe dann die Aufmerksamkeit wieder zurück zu Euren Körpern.

7. Als nächstes wandert zu Eurem Brustkorb. Auch hier könnt Ihr Euch darüber bewusst werden, wie sich der Brustkorb regelmäßig hebt und senkt. Fließt der Atem schnell? Oder eher langsam?

8. Dann schenkt Euren Armen Aufmerksamkeit. Liegen sie schwer auf dem Boden? Oder wollen sie sich bewegen? Wie geht es den Händen? Beschreibt Euch gegenseitig, was Ihr fühlt.

9. Was macht eigentlich Euer Rücken? Wie fühlt er sich an? Ist die Oberfläche auf der er liegt hart oder weich? Und entspannt das den Rücken oder eher nicht?

10. Danach geht in Gedanken weiter nach oben zum Hals und den Schultern. Fühlen sie sich eher schwer an wie ein Stein? Oder ganz leicht wie eine Feder?

11. Als letztes widmet Ihr Euch dem Kopf und dem Gesicht. Was fällt Euch hier auf? Ist die Stirn angestrengt und faltig? Dann versucht, sie mal locker zu lassen. Sind die Lippen locker? Wenn nicht, dann pustet sie einmal aus und wie ein Pferd beim schnauben. Lasst das Gesicht ganz weich wie Wackelpudding werden.

12. Schließe den Bodyscan ab, indem Du kurz Deinen ganzen Körper wahrnimmst. Konzentriere Dich dabei für 4-5 Atemzüge auf Deinen Atem. Danach öffnet wieder die Augen, genießt den gemeinsamen ruhigen Moment und habt einen schönen Ausklang des Tages.

 

Ergänzend zum Text habe ich auch einen Bodyscan für Dich aufgenommen, den Du zu jeder Tageszeit zusammen mit Deinem Kind anhören kannst. Lehne Dich zurück. Entspanne Dich, lass die Welt draußen und komme ganz bei Dir an.


 

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