Essen zählt zu den Grundbedürfnissen des Lebens. Doch leider messen wir dieser eigentlich sehr wichtigen Beschäftigung im Alltag oft viel zu wenig Zeit und Bedeutung bei.

Die Realität sieht eher so aus, dass beim Bäcker schnell noch ein belegtes Brötchen gekauft und auf dem Weg ins Büro im Laufschritt gegessen wird. Oder dass der Salat zum Mittagessen direkt am Arbeitsplatz anstatt in der Gemeinschaftsküche oder Kantine gegessen wird.

Ich weiß heutzutage gilt, „time is money“, „Zeit hat eh keiner“ und „der Druck ist groß“. Das habe ich auch jahrelang er- und gelebt.

Doch bekanntlich ist auch nichts umsonst. Denn unser Körper leidet darunter, wenn wir ihm nicht genug Aufmerksamkeit schenken und bewusstes Essen gehört definitiv auch dazu.

Das soll jetzt nicht heißen, dass es mir bei jeder Mahlzeit immer gelingt, bewusst und in Ruhe jeden Bissen zu genießen.

Wer schon mal mit zwei jungen Kindern am Tisch gegessen hat, weiß wie turbulent es manchmal zugehen kann. Und dass man eher damit beschäftigt ist, zu verhindern das zum dritten Mal ein Glas mit Apfelschorle über dem Tisch ausgeschüttet wird, als darauf zu achten, wie lecker die frisch geerntete Zucchini vom Bauern in der Tomatensoße schmeckt.

Doch für die Mahlzeiten ohne Kinder oder auch zur Mittagspause, versuche ich darauf zu achten, mir bewusst Zeit zu nehmen und sie auch zu genießen.Weil ich merke, dass es mir und meinem Körper gut tut.

Diese 3 kleinen Basics helfen mir dabei, Euch vielleicht auch.

1. Atme und spüre kurz vor dem Essen, ob Du überhaupt Hunger hast?

Oft essen wir einfach drauf los. Weil es Gewohnheit ist, um 12 Uhr mittags zu essen, weil wir etwas Leckeres im Vorbeigehen sehen oder weil es gemütlich ist, mit Kollegen und Freunde um uns herum zu essen. Doch bevor wir selber zu Messer und Gabel greifen, sollten wir vorab kurz ein- und ausatmen und spüren, was uns unser Magen gerade sagt? Ist er tatsächlich hungrig? Und wenn ja, wie hungrig? Oder ist es möglicherweise auch einfach nur Durst? Oder vielleicht sogar Langeweile?

Generell sollte die Regel gelten: Wenn Du hungrig bist, dann iss. Wenn Du nicht hungrig, dann iss nicht.

2. Nimm Dir Zeit

Beim Essen solltest Du Dir Zeit nehmen und Ruhe gönnen. Also Handy, Zeitung und alles was sonst noch ablenken könnte bei Seite legen und den Fokus voll und ganz auf den Teller vor Dir richten. Dabei 

  • Jeden Bissen langsam essen
  • Gabel, Löffel oder Messer zwischen den Bissen auf den Teller zurück legen
  • Zwischen den einzelnen Bissen in Ruhe atmen
  • Den Mund komplett leer kauen, bevor wieder zum Besteck gegriffen wird
  • Und zwischendurch immer mal wieder fühlen, wie sich der Magen anfühlt und ob er nicht eigentlich schon satt ist und gar nicht alles braucht, was noch auf dem Teller liegt

3. Achte darauf, was Du brauchst und genieße Dein Essen

Das Auge ist ja bekanntlich mit. Daher achte schon bei der Auswahl Deines Essens auf bestimmte Dinge.

Zum Beispiel:
Wie sieht es aus? Wie riecht es? Woher kommt es? Ist es auch wirklich das Essen ist, dass Du Essen möchtest und dass Dein Körper gerade braucht?

Die letzte Frage hört sich vielleicht erstmal komisch an, doch mir geht es so, dass ich manchmal und völlig unerwartet Appetit auf bestimmte Lebensmittel habe. Neulich waren es beispielsweise Nüsse. Was möglicherweise damit zusammen hängen kann, dass meinem Körper in dem Moment Inhaltsstoffe fehlen, die in Nüssen enthalten sind.

Daher bei der Auswahl der Mahlzeit vorher kurz innehalten und versuchen zu spüren, was Dein Körper gerade braucht. Das klappt vielleicht nicht gleich von Anfang an und braucht etwas Zeit, doch nach und nach wird es immer einfacher.
Ist die Entscheidung dann gefallen, dann genieß jeden Bissen Deines Essens, freue Dich am Geschmack, den Zutaten und daran, dass Du Deinem Körper und Dir gerade etwas Gutes tust.

Und wenn das zwischendurch auch Mal der Burger mit Pommes ist, dann genieße jeden Bissen achtsam und bewusst und lass ihn Dir schmecken. Was drauf ist, kannst Du ja immer selber entscheiden ;).


 

 

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